Proteste im Libanon – Genug ist genug (Teil 3 von 3)

Die Proteste sind gespalten

Und so sind die Lager jetzt eigentlich wieder so aufgeteilt, wie vor den Protesten: Auf der einen Seite Menschen mit sozialen Forderungen, die nach eine Handhabe gegen kriminelle Finanzgeschäfte von Bänkern und Politikern suchen, auf der anderen Seite Anhänger eben dieser Politiker, die sich unter die Protestler mischen und fern der sozialen Forderungen alte Rechnungen, insbesondere mit der Hisbollah, begleichen wollen. Weiterlesen

Proteste im Libanon – Genug ist genug (Teil 2 von 3)

Die Proteste hatten zu Beginn keinerlei politische oder konfessionelle Färbung. Die libanesische Regierung, an der Vertreter aller Konfessionen beteiligt sind, hat sich zunächst durch ihren Chef und Premierminister am Freitagabend (19.10.2019) zu Wort gemeldet. Saad Al Hariri, als Erbe des Milliardärs Rafiq Al Hariri, und Mann der Saudis im Libanon, selbst Teil des Problems, erklärte: Weiterlesen

Proteste im Libanon – Genug ist genug (Teil 1 von 3)

Es gibt zwei Dinge im Leben eines Libanesen, welche für diesen von existenzieller Bedeutung sind: WhatsApp und Argilé (Shisha). Der libanesische Telekommunikationsminister, mit dem ich lediglich den selben Namen teile, aber ansonsten nichts weiter gemein habe, hatte in einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 18. Oktober lediglich die Idee geäußert, eines der existenziellen Güter der Libanesen zu versteuern: Weiterlesen

Der unbeachtete Krieg der Saudis in Awamiya

Awamiya
Zerstörung von Awamiya, Quelle: PressTV

Seit mehreren Monaten wird die Stadt Awamiya in der Ostprovinz der arabischen Halbinsel von saudischen Militärs umzingelt und teils mit schwerem militärischen Gerät angegriffen. Die Berichterstattung hierzu hält sich in den westlichen Medien in Grenzen. Angesichts der Tatsache, dass hier eines der tyrannischsten Regime der Welt seine eigene Bevölkerung angreift, große Teile einer Stadt zerstört und viele Unschuldige tötet, wirkt das faktische Verschweigen dieses Verbrechens gravierender als das Verbrechen selbst. Weiterlesen

Nein zu „Israel“!

#QudsTag2017
#IZH_Moschee_des_Dialogs

„Israel“ und seiner Lobby muss zu verstehen gegeben werden, dass ihre Hetze und Verleumdungen gegen einen weisen und friedliebenden islamischen Gelehrten wie Sheikh Dr. Torabi keine Chance haben!

„Israel“ und seine Lobby fürchten sich vor dem Quds-Tag, sie fürchten sich vor Teilnehmern des Quds-Tages und sie fürchten sich vor jeder Stimme, die die Wahrheit ausspricht und klar und deutlich ruft: „Israel“ ist illegal!
Und wird, mit Gottes erhabener Erlaubnis und Seiner Hilfe, nicht mehr lange bestehen!

Wir alle müsen in diesem heiligen Monat unser Fasten dadurch vollenden, dass wir diese Unterdrückung mehr als jemals zuvor anprangern: Nein zu Apartheid, nein zu Rassismus, nein zu Zionismus, nein zu „Israel“!

Wir sehen uns, mit Gottes Erlaubnis, am 23.06.2017 zur Demo am Quds-Tag in Berlin!

Vorbereitungen für Monat Ramadan

Bunte Lichterketten erleuchten die Zimmer, ein schöner Monat-Ramadan-Kranz hängt an der Tür, Ramadankalender für die Kleinen sind vorbereitet und mit kleineren Geschenken und Süßigkeiten gefüllt, manche haben sogar schon einige Gerichte vorbereitet und im Kühlschrank eingefroren. Fleißig, fleißig!
Das Haus ist bereit für den Monat Ramadan. Es wurde geschmückt und ausgestattet.

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Landtagswahlen in NRW

Wie soll man Wahlen in einem System kommentieren, in dem man als Muslim ohnehin nur das aus muslimischer Sicht für die Gesellschaft geringste Übel wählen kann, auch auf Landesebene?

Ich versuche es Mal mit guter Nachricht/schlechter Nachricht:

Gute Nachricht:
– Herbe Klatsche für SPD/Grüne. Insbesondere der sog. Schulz-Hype dürfte endlich ein Ende haben.

Schlechte Nachricht:
– Sieg der CDU
– zu viele Stimmen für die marktradikale FDP
– die AfD ist mit drin, die Linke offenbar nicht

Aus meiner Sicht befinden sich die demokratischen Systeme im Westen in einem Wandel, um nicht das Wort Krise oder gar Identitätskrise zu benutzen.
Das deutsche Parteiensystem, in seiner Form wie es seit Gründung der Bundesrepublik existiert, muss dringend überdacht werden. Aber nicht nur das System an sich, sondern auch die Parteien selbst, die in der Mitte der Gesellschaft angesiedelt werden, müssen ihr Dasein, insbesondere ihre Inhalte und Ziele überdenken.
Und natürlich die politische Kultur muss ebenfalls dringend überdacht werden, Politiker dürfen nicht den Eindruck erwecken in einer eigenen Welt, streng abgeschirmt von den Realitäten ihres Landes, zu leben.

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