Im Islam ist die Frau unterdrückt? – Warum weiß ich nichts davon?

Wieviele Mitschüler, Mitstudenten und Mitmenschen haben mich schon gefragt, ob ich zu meinem Kopftuch gezwungen werde, und warum die Frau im Islam unterdrückt werden würde?… Schade, dass die Medien dieses Bild den Menschen hier schon eingetrichtert haben. Warum trage ich also ein Kopftuch und warum fühle ich mich sowas von gar nicht unterdrückt?

Die Frau ist an sich das schönere Geschlecht…ihre Haare, ihre Figur, dies sind Dinge die auf der ganzen Welt als schön angesehen werden. Warum sollte eine Frau jedem Mann diese Schönheit zur Verfügung stellen? Ich möchte das nicht. Für mich bedeutet Kopftuch nicht einfach ein Schal oder Tuch auf dem Kopf, sondern ein Schutz vor den männlichen Blicken, denen ich mich nicht einfach aussetzten will. Ich trage nicht nur ein Kopftuch, sondern bedecke meinen ganzen Körper mit lockerer Kleidung, sodass ich auch meinen Körper oder meine Figur niemand fremdes zur schau stelle.

Im Islam sollte die Schönheit der Frau nur für besondere Personen bewahrt und einsehbar sein. Beispielsweise für den eigenen Ehemann.

Wie kann es sein, dass die Frauen ohne Kopftuch zu Hause ungeschminkt und mit Lockenwicklern und Jogginghosen herumlaufen und draußen, vor den Blicken fremder Männer geschminkt, mit wunderschön gestylten Haaren, High Heels und eng anliegender Kleidung herumstolzieren? Da stimmt doch irgendwas nicht…

Und warum werde ich als unterdrückt bezeichnet, wenn ich mich aus freien Stücken dafür entscheide, nicht diesem unterdrückerischen Zwang der Nacktheit Folge zu leisten, sondern ein Kopftuch zu tragen, und mich dadurch vor fremden Blicken zu schützen?? Warum bin ich dann bitte die Unterdrückte?!

Aber nein, der Westen meint, dass Kopftuch Unterdrückung ist, da ihr ganzes Konzept des Geldmachens auf nackten Frauen basiert…Models, Schauspielerinnen, Sängerinnen usw. Alle diese Frauen müssen sich früher oder später halbnackt oder nackt irgendwo ablichten lassen. Und diese Frauen sind die angeblich „freien“ und „emanzipierten“ der Welt, die sie dann als solche vermarkten.

Kopftuch bedeutet die Freiheit, sich vor den Blicken fremder Männer zu schützen und nicht dem westlichen System der Nacktheit folge zu leisten.

Das Kopftuch ist wie eine Muschel, die die darin liegende Perle schützt…

Eure Zeynep

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4 Gedanken zu „Im Islam ist die Frau unterdrückt? – Warum weiß ich nichts davon?“

  1. Dass alle prominenten Frauen im Westen sich zur Schau stellen ist ein Klischee, das so einfach nicht stimmt. Es gibt sehr viele prominente Frauen, auch Sängerinnen oder Schauspielerinnen, bei denen das überhaupt nicht der Fall ist.

    Außerdem ist es fraglich, ob muslimische Frauen ein Kopftuch tragen, weil es sie vor männlichen Blicken schützt. Das kann im Nachhinein eine Begründung sein, aber der Hauptgrund ist ein religiöser oder kultureller und nicht in erster Linie praktischer Grund. Wenn wir von Nonnen und anderen Ausnahmen absehen, tragen weltfast fast nur muslimische Frauen ein Kopftuch. Wenn das Kopftuch aber Frauen so sehr schützen würde, warum tragen es dann fast ausschließlich muslimische Frauen? Sind die Frauen in Lateinamerika, Europa, Ostasien und südlich der Sahara zu dumm um zu bemerken, was für einen grandiosen praktischen Nutzen das Kopftuch hat und wie sehr es sie schützt?

    Nein, das Kopftuch hat keinen praktischen Nutzen. Es schützt weder vor Sexismus noch vor Vergewaltigung. Es ist ein kulturelles und religiöses Kleidungsstück, mehr nicht.

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    1. Also zum ersten Punkt; zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt muss sich jede Frau die in diesem Musik-/Model-/Schauspielbuisniss groß werden will, enthüllen.

      Natürlich ist es ein religiöser Grund. Aber eine religiöse Regel hat ja auch einen Hintergrund und der ist in diesem Fall der oben ausführlich erklärte.
      Warum das nicht alle Frauen tun? Die Frau wurde so geschaffen, dass sie sich hübsch machen möchte, jedoch soll sie das nur für ihren Mann und nicht für alle Männer der Welt.
      Außerdem ist das Kopftuch nicht nur ein Gebot des Islam, es ist auch im Judentum und im Christentum vorgeschrieben…warum das bei den meisten nicht praktiziert wird, liegt an der guten Arbeit des Westens.

      Es ist selbstverständlich ein religiöses Kleidungsstück, das steht außer Frage, aber es hat dadurch den praktischen Nutzen, vor Sexismus usw zu schützen.

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      1. Was ist denn mit bekannten Schauspielerinnen und Oskar-Preisträgerinnen wie Whoopi Goldberg, oder Kathy Bates? Fallen mir spontan ein. Gibt noch viel mehr Beispiele, von bekannten Frauen die sich nicht „enthüllen“. Dass Frauen in der Öffentlichkeit unter diesem Druck stehen mag ein Problem sein. Deine Pauschalierung halte ich dennoch für falsch.

        Dass nicht alle Frauen ein Kopftuch tragen liege an der „guten Arbeit des Westens“? Lateinamerika würde ich nicht als westlich bezeichnen. Sub-Sahara Afrika würde ich auch nicht als westlich bezeichnen. Den Ostasiatischen Raum würde ich auch nicht als westlich bezeichnen. Wenn das Kopftuch einen wirklich praktischen Nutzen hätte, würde man davon ausgehen können, dass Frauen in alle diesen Regionen dieses Nutzen erkennen würden.

        Nein, das Kopftuch is lediglich ein religiöses Symbol, mehr nicht. In islamischen Ländern gibt es genau so viel Sexismus, Vergewaltigungen und Unterdrückung der Frau – vielleicht sogar noch mehr als in anderen Regionen der Welt. Das Kopftuch hilft hier nicht. Man kann das Problem des Sexismus nicht lösen, in dem Frauen sich bedecken. Es muss in erster Linie ein Umdenken bei Männern geben. Und das gelingt im Westen, trotz vieler Defizite, besser als in der sog. islamischen Welt – ganz ohne Kopftuch.

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