Die Botschaft Imam Hussein’s verbreiten

Ich habe gehört, dass es in mehreren deutschen Städten in diesem Jahr Aschura-Programme gab, die entweder komplett oder nahezu komplett in deutscher Sprache abgehalten wurden. Aber ich sehe hierzu nur sehr wenige Videos im Internet. Das geht so nicht!

Hätten Sayyeda Zeinab und Imam As-Sajjad nicht mündlich verbreitet, was sie in Karbala gesehen und erlebt haben, wüssten wir heute nur bruchstückhaft darüber Bescheid. Hätten Sie nicht am Hofe des Tyrannen und seines Gouverneurs in Kufa die Lehre von Aschura belebt, wäre diese Lehre bereits im Sand der irakischen Wüste untergegangen.

Inbesondere die Rolle dieser beiden Persönlichkeiten, einer davon sogar ein fehlerfreier Imam, ist entscheidend für das Überleben der Botschaft Imam Hussein’s. Sie haben die Menschen aufgeklärt, sie zeigten ihnen, wie man auf beste Art und Weise diese existenzielle Botschaft belebt, und wie man auf angemessene Art um die Märtyrer trauert.

Die richtige Verbreitung einer Botschaft, ihre Propagierung unter den Massen, ist das A & O, insbesondere in einer Zeit, in der die Massenmedien mit

ihren Hunderten Milliarden von Euros alle erdenklichen Kanäle in Bewegung setzen um diese Botschaft zum Schweigen zu bringen.

Umso wichtiger ist es auch hier in Deutschland in dieser Zeit des sog. soft war, die Botschaft Imam Hussein’s und damit verbunden die reine islamische Lehre auf beste Art vorzuleben und zu verbreiten. Die Verantwortung hierfür liegt bei uns deutschsprachigen Muslimen. Imam Chamenei hat die westliche Jugend gebeten, sich über den wahren Islam zu informieren. In seinem ersten Brief an die Jugend im Westen schrieb er:

Lernt den Islam über die echten Quellen und die Quellen aus erster Hand kennen.

Wir jungen deutschsprachigen Muslime sind eine dieser echten Quellen. Wir tragen diese wichtige und hohe Verantwortung. Aschura ist jedes Jahr eine neue Möglichkeit auf beste Art und Weise dieser Verantwortung gerecht zu werden. Sie sollte es sogar jeden Tag sein.

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Dr. Yavuz Özoguz bei einem Vortrag zu Aschura in Bremen

Also bitte, nehmt eure Veranstaltungen in angemessener Qualität auf, und ladet sie hoch. Sei es auf bekannten Video-Plattformen, oder auch weniger bekannten, islamischen oder nicht-islamischen. Hauptsache das Internet wird damit geschwemmt. Ja, das Internet muss damit geschwemmt werden, denn zu vieles kursiert dort, was zwar von Muslimen ausgeht, dem Islam aber schadet, sei es aufgrund der fatalen Inhalte, sei es aufgrund der inkompetenten Redner oder der Aufmachung.

Keine falsche Bescheidenheit bitte, insbesondere nicht die Referenten, seien sie junge Gelehrte, Studenten der religiösen Hochschulen, oder sog. Laien-Prediger. Bescheidenheit ist an dieser Stelle unangebracht. Ein Vortrag im Netz mit kleineren unbedeutenden Fehlern inhaltlicher oder sprachlicher Art ist besser als kein Vortrag im Netz. Die Vorträge dieser Geschwister sind sehr wichtig, und sie sind in der heutigen Zeit nicht nur für eine Gruppe von Hundert oder Zweihundert Zuhörern vor Ort gedacht, nein, sie können Tausende und mehr erreichen. Dieses Nichtnutzen der Möglichkeiten werden wir alle vor Allah verantworten müssen.

Euer Ali

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