Der ethische Sieg der Hizbullah in Aleppo

Die islamische Widerstandsorganisation Hizbullah siegt heute nicht nur militärisch an der Seite der syrischen Armee in Aleppo, sondern auch ethisch. Alles, was in westlichen und arabsichen Medien an Hass-Propaganda gegen die Hizbullah und gegen Schiiten verbreitet wird, sind nichts weiter als Schreie der Verzweiflung.

Derselbe Westen und dieselben (Wüsten-)Araber, die heute mit dem Finger auf angebliche Massaker der Hizbullah in Aleppo zeigen und die gesamte Medien-Welt mit ihrer Hetze überschwemmen – wo ist ihr moralischer Zeigefinger bei den wirklich stattfindenden und nachgewiesenen Massaker der wahabitischen Saudis an Zivilisten im Jemen?

Wo ist ihr moralischer Zeigefinger, insbesondere der der – und ich bedaure das so ausdrücken zu müssen – sunnitischen Araber, in Sachen Palästina? Wann haben sie das letzte Mal mit all ihren medialen Möglichkeiten, die wir gerade sehen, einen solchen Aufschrei gegen „Israel“ und für ihre mehrheitlich sunnitischen Geschwister in Palästina veranstaltet?

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Ein Hizbullah-Kämpfer spielt Fußball mit Kindern in den befreiten Gebieten von Aleppo

Sowohl im Jemen, als auch in Palästina ist es ebenfalls die Hizbullah, die über jegliche konfessionellen Grenzen hinweg auf Seiten der unterdrückten Bevölkerungen steht und stets alles Mögliche tat und tut, um die betroffenen Völker nicht nur moralisch, sondern auch tatsächlich und materiell zu unterstützen. Hizbullah betrachtet seinen Widerstandskampf seit dem Anbeginn als Kampf für Palästina und für Al Quds, und nicht als nationalen Kampf für den Libanon – gibt es unter den Arabern niemanden mehr der so etwas noch würdigt? Oder überhaupt jemanden, der einem solchen Ideal nahe kommt? Wo ist die Weitsicht, um Freund von Feind zu unterscheiden?

Natürlich, Hizbullah bentötigt keine Würdigung von Menschen und auch nicht meine bescheidenen Worte der Verteidigung in Zeiten einer medialen Welle gegen diese Organisation, denn diese Organisation arbeitet stets nur für das göttliche Wohlgefallen. Das mag in den Ohren der Hasser und Hetzer schmerzhaft und lächerlich klingen, aber dies ist ein Fakt, auch in postfaktischen Zeiten, und die vielen Märtyrer, die diese Organisation auf dem Wege Gottes für Gerechtigkeit und zur Unterstützung der Unterdrückten im Libanon, in Palästina, im Irak, in Bosnien und in Syrien opferte, bezeugen die Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und die hohen Ethiken dieser Organisation und ihrer Führung. In Syrien opferte der islamische Widerstand eine Reihe von Führungsoffizieren im Kampf gegen den IS, gegen Al Nusra und gegen andere barbarische Terroristen, die er sicher für den Kampf gegen „Israel“ hätte zurückhalten können. Aber dieser Widerstand hält seine Kämpfer nicht zurück, wenn es um Recht und Unrecht geht, wenn es nötig ist, dann kämpft die Führungsriege an vorderster Front.

Sayyed Nasrullah sagte es mehrfach, in Syrien kämpft die Organisation nach ihren moralischen und ethischen Maßstäben und am Tag der Auferstehung werden alle Menschen sehen, welche Opfer der Widerstand gebracht hat, damit Zivilisten nicht zu schaden kommen.

Der Prophet des Islams, dessen Geburtstages dieser Tage auch im Rahmen der Woche der Einheit gedacht wird, warnte vor einer Zeit in der das Falsche und die Lüge als das Richtige und die Wahrheit dargestellt würden, und das Gute und die Wahrheit umgekehrt als das Falsche und als Lüge dargestellt würden. Genau diese Warnung hat sich verwirklicht. Heute sind es die schlimmsten Verbrecher und die grausamsten Barbarben aus West und Ost, die alle ihre Kräfte in Syrien und im Irak versammelt haben und dort die schlimmsten Gräueltaten an Frauen, Kindern, Alten und anderen Unschuldigen begangen haben, und mit demselben (verbalen) Schwerthieb am lautesten der Hizbullah und anderen Befreiern von Aleppo solche Verbrechen vorwerfen.

Der Gipfel der Heuchelei und Terror-Hilfe sind die heutigen Worte einer Bundeskanzlerin Merkel, deren „Herz gebrochen ist“, angesichts der „schlimmen“ Bilder aus Aleppo. Denn es gehe um Menschen, dies müsse man auch der syrischen Regierung, Russland und Iran deutlich machen. Wann hat sich diese Frau jemals um das Schicksal von unterdrückten Menschen geschert? Wann haben wir solche Worte in Sachen Palästina, Irak, Jemen, Afghanistan oder Burma gehört? Oder gar in Sachen Türkei oder Ägypten? Ihr Herz ist gebrochen, aber nicht wegen der unschuldigen Zivilisten, sondern wegen der historischen Niederlage des Westens in Aleppo, welcher seine Rebellen dort nicht halten konnte. So viele Waffen, so viel Geld, alles für die Katz. Ein Unmensch, wessen Herz da nicht zerbricht.

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Ein Hizbullah-Kämpfer verteilt Süßes an Kinder in Aleppo

Deutschland spielt zur Zeit in Syrien und im Nahen Osten keine sonderlich rühmliche Rolle, umso mehr gilt: Wer Waffen an Terror-Regime liefert, sollte seinen moralischen Zeigefinger schön in der Tasche lassen. Angesichts der erneuten kürzlichen Promotion-Tour der deutschen Verteidigungsministerin Von der Leyen bei den Wüstenarabern, sollte sich vor allem die deutsche Bevölkerung die Frage stellen, wie eine Regierung in diesem Land wirksam radikale Salafisten bekämpfen will, gleichzeitig aber deren Hauptfinanciers und geistigen Führer mit Waffen beliefert. Wo ist da die Logik? Auf welcher Seite steht dieses Land eigentlich?

Die Hizbullah derweil wird nun Aleppo den befreiten Einwohnern der Stadt und der syrischen Regierung überlassen und zusammen mit der syrischen Armee den nächsten Feldzug gegen die sog. Rebellen angehen. Einige Terror-Nester sind im Westen des Landes noch auszuheben, und im Osten des Landes gilt es noch den IS komplett militärisch zu besiegen. Ethisch ist die Hizbullah aber bereits seit dem ersten Moment ihrer Beteiligung am Krieg in Syrien der Sieger.

Euer Ali

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4 Gedanken zu „Der ethische Sieg der Hizbullah in Aleppo“

    1. du bezeichnest dich als Sunnite25. Du folgst der Tradition des Propheten der als Barmherzigkeit für die ganze Menschheit gesendet wurde. Schau dir dein Kommentar mal an und lass es dir in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Meinst du der Prophet wäre stolz auf so einen Anhänger ???

      Selam – Friede sei mit dir

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    2. Sie bezeichnen sich als Sunnite25, schreiben aber wie Takfris. SCHADE! Sie meinen, dass der Erfinder der Schia ein Jude wäre. Das ist ein Mythos Sayf ibn Omars. Es gibt auch Sunnahgelehrte, wenn ich mich nicht irre auch ibn al-Asakir, die in ihren Büchern erwähnt haben, dass das ein Mythos ist. Sie reden von Mut’akinder, vergessen aber, dass alle Sunnahgelehrte meinen, dass der Prophet mal Mut’a erlaubt hatte. Die unterschiedliche Meinung basiert sich bei der Schia und bei der Sunnah nur darauf, ob der Prophet es immer noch weiter erlaubt, oder aber später noch verboten hatte. Jetzt frag ich Sie als aufrichtiger Muslim, ob der Prophet denn irgendwann irgendwas erlaubt haben könnte-selbst wenn er es später verboten habe- was dreckig ist und Prostitution bedeutet. Wenn das nicht stimmt, dann haben Sie was falsch verstanden am Mut’aprinzip. Was halten Sie denn vom sunnitischen Misyar? !

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  1. Tut mir leid um euch, daß ihr euch von der iranischen Propaganda derart in die Irre führen laßt. Schade! Bisher hatte ich gedacht, Sunniten und Schiiten könnten irgendwo bei Gemeinsamkeiten zusammenkommen. Allerdings war es unverkennbar, daß jedesmal, wenn die Sunniten den Schiiten einen Schritt entgegenkommen, letztere dies nicht tun, sondern stehenbleiben. Trotzdem habe ich versucht, nicht schlecht über die Schiiten zu denken. Eure Sympathie für die schiitischen Mörderbanden aus dem Libanon, dem Irak und anderen Ländern, die derzeit Syrien „befreien“, schlägt jedoch dem Faß den Boden aus. Von wem „befreien“ sie Syrien? Von denjenigen Teilen seines Volkes, die Basschâr al-Assad und seine alawitische Clique nicht mehr als Präsidenten haben wollen? Ihr behauptet zu Unrecht, Basschâr verteidige die Unabhängigkeit Syriens; jetzt hat er Syrien an Iran und Rußland verkauft, nur um an der Macht zu bleiben. Die Alawiten – die auch von anerkannten schiitischen Gelehrten als außerhalb des Islams stehende Sekte angesehen werden – waren schon immer Verräter an Syrien: während der Kreuzzüge halfen sie den Kreuzfahrern gegen die Muslime, während der französischen Mandatszeit zwischen den Weltkriegen richteten sie eine Bittschrift an die französische Regierung, das Land nicht zu verlassen, und jetzt Ausverkauf Syriens an Iran und Rußland.
    Überlegt doch einmal, welch große Sympathien die Hizbollah mit ihrem Vorsitzenden Sayyid Hasan Nasrallah im Jahre 2006 nach ihrer erfolgreichen militärischen Auseinandersetzung mit dem zionistischen Gebilde auch bei den sunnitischen Muslimen besaß. Jetzt habt sie alle diese Sympathien verspielt und sich den Zorn und die Verwünschungen der ehemaligen Sympathisanten zugezogen. Offensichtlich sind Hasan Nasrallah die Sympathien der sunnitischen Massen gegenüber seiner Verbundenheit mit dem blutrünstigen Tyrannen Basschâr einen Dreck wert! Spätestens mit den von Iran unterstützten schiitischen Milizen im Irak (oder besser: Räuber- und Mörderbanden), die selbst bei Schiiten gefürchtet sind, hat die iranische Führung ihr wahres Gesicht gezeigt. Da redet Ayatollah Ali Khamenei salbungsvoll von Frieden, der Liebe zu allen Muslimen und den Verbrechen der bösen Terroristen der transatlantischen Supermacht, schweigt jedoch über die von seinen „Friedensengeln“ im Irak und Syrien begangenen und dokumentierten! Verbrechen an der dortigen sunnitischen Bevölkerung.
    Vermutlich kennen wir Syrien besser als ihr. Die Mehrzahl der Syrer hat die Nase voll von der Herrschaft durch den alawitischen Assad-Clan mit seinen Geheimdienstspitzeln an jeder Ecke, den korrupten, Schutzgeld erpressenden Polizisten, dem Leben unter der ständigen Angst, sich irgendwie verdächtig zu machen, um dann in die Fänge der Folterknechte der Geheimpolizei zu geraten, seine Meinung nicht frei äußern zu können usw. Zuerst hatten sie gehofft, Basschâr sei nicht so wie sein Vater und zu Reformen bereit, und als diese auf sich warten ließen, demonstrierten sie friedlich, doch wurde dies von Agenten ausländischer Mächte mißbraucht, die aus der Masse der Demonstranten auf die syrischen Sicherheitskräfte schossen, und da war die Vergeltung des Regimes schrecklich…
    Es gibt authentische Videos, in denen syrische Zivilisten nach ihrer Bombardierung durch Kampfflugzeuge der syrischen Streitkräfte verstört durch die Straßen laufen und Basschâr al-Assad und die Alawiten verfluchen. Das waren nur kleinere Orte vor der Belagerung der Großstadt Aleppo und ohne den Eingriff russischer Kampfflugzeuge. Ich weiß nicht, wie man so einfältig sein kann zu glauben, die in Aleppo „befreiten“ Zivilisten würden das ihnen vom Regime zugefügte Leid vergessen und Basschâr willig als Präsidenten akzeptieren. Sie werden ihn, die Alawiten und die schiitischen Mörderbanden, die ihm beigestanden haben, für den Rest ihres Lebens hassen und verfluchen und ihre Kinder in diesem Haß erziehen, bis sich eines Tages eine Möglichkeit zur Vergeltung ergibt…

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